Wasser für Lukumbo

Wie wichtig die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist, merkt man hier in Tansania ganz besonders. Vor längerer Zeit wurde ein Wasserprojekt in Lukumbo, einem Dorf ca. 10 km südlich von Mbesa gestartet. Es wurde ein Brunnen gegraben und eine Elektro-Pumpe installiert, die das Wasser an die Oberfläche bringt. Gespeist wird die Pumpe von einer Solaranlage. Von hier wird es über ein Rohrleitungssystem in einen 5.000 Liter Tank gepumpt. Von diesem Tank, oder dem „Wasserturm“, werden dann Zapfstellen in mehreren Dörfern bedient.

Das immer mal wieder mal was kaputt geht und repariert werden muß, liegt in der Natur der Sache. So haben wir uns also mit einem kundigen Handwerker aufgemacht und die Pumpe wieder eingebaut. Daß sich einige unserer Handwerksschüler bereit erklärt haben, an ihrem freien Tag zu helfen, ist sicherlich eine besondere Erwähnung wert.

Jetzt funktioniert wieder alles reibungslos und die Wasserversorgung ist gesichert.

Vor einigen Wochen schrieb mir eine Freundin aus Deutschland, daß es in der Nähe ihres Hauses einen Wasserrohrbruch gab und nun kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn floß. Der lokale Wasserversorger überbrückte die kurze Zeit mit einem Tankwagen und es galt Wassereimer von dort in’s Haus zu tragen. Wer das mal gemacht hat, weiß wie schwer ein solcher Eimer ist.
Dies machen die Frauen hier täglich, allerdings nicht über asphaltierte Gehwege, sondern über unwegsames Gelände. Ach ja, und meistens werden die Gefäße auf dem Kopf transportiert und das natürlich alles in der heißen Sonne Afrikas.

Schön, daß es Menschen auch in Deutschland gibt, die sich für eine Verbesserung der Lebensumstände einsetzen. Für uns Europäer möglicherweise eine Kleinigkeit, für die angeschlossenen Dörfer eine riesige Erleichterung.